Das Miterleben von Gewalt in der Kindheit hinterlässt tiefgreifende Spuren, die oft bis ins Erwachsenenalter nachwirken. Die Auswirkungen sind vielfältig und zeigen sich häufig in Schlafstörungen, Ängsten oder aggressivem Verhalten. Doch die emotionalen Narben sind nicht immer sofort sichtbar. Viele Erwachsene, die in ihrer Kindheit Opfer von Gewalt oder Vernachlässigung wurden, kämpfen später mit Suchterkrankungen die sowohl Ursache als auch Folge früher Gewalt sein können. Kinder aus suchtbelasteten Familien haben im Vergleich zu Kindern nicht suchtkranker Eltern ein bis zu sechsfach höheres Risiko, eine psychische Störung zu entwickeln und selbst im Laufe ihres Lebens von Drogen oder Alkohol abhängig zu werden.
Der "Schutzraum SEGEL" vereint die Kräfte der Suchtkrankenhilfe mit der Anti-Gewalt-Arbeit und bietet betroffenen Frauen und ihren Kindern einen geschützten Raum. Gemeinsam mit dem Projekt "Hilf.Kids" wird nicht nur Schutz und Unterstützung geboten, sondern auch eine gewalt- und konsumfreie Zukunftsperspektive entwickelt. Ziel ist es, den Kreislauf von Gewalt und Sucht zu durchbrechen und den betroffenen Familien neue Wege zu eröffnen.
Der "Schutzraum SEGEL" wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg gefördert.